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AOK NORDWEST und GEHE Pharma Handel schließen Modellvereinbarung:

AOK NORDWEST und GEHE Pharma Handel schließen Modellvereinbarung:

Grippeschutzimpfungen in Schleswig-Holstein bald auch in Apotheken möglich
Impfquote soll deutlich gesteigert werden


Kiel/Stuttgart (09.02.2021). Grippeschutzimpfungen sind in Schleswig-Holstein bald auch in Apotheken möglich. Dazu haben die AOK NORDWEST und der pharmazeutische Großhändler GEHE, ein Tochterunternehmen von Alliance Healthcare Deutschland und Mitglied von Walgreens Boots Alliance, für eine Gruppe von Apotheken ein entsprechendes Modellprojekt vereinbart. „Damit bieten wir als erste gesetzliche Krankenkasse in Schleswig-Holstein unseren Versicherten eine zusätzliche Möglichkeit, sich gegen die Virusgrippe Influenza impfen zu lassen“, sagt AOK-Vorstands-vorsitzender Tom Ackermann. Und der Vorsitzende der GEHE-Geschäftsführung An-dreas Thiede ergänzt: „Wir freuen uns, dass die Impfungen künftig auch in vielen Apotheken möglich sind. Dies stellt einmal mehr die Bedeutung der Vor-Ort-Apo-theke für die Versorgung der Patienten unter Beweis.“


In Schleswig-Holstein könnten zukünftig über 150 Apotheken die Grippeschutzimpfung an-bieten. Zur Modellregion gehören die Städte Lübeck, Kiel, Flensburg, Schleswig, Rendsburg, Eckernförde und die Kreise Dithmarschen, Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Plön und Ostholstein.


Es ist das gemeinsame Ziel der Projektpartner, die Durchimpfquote der Bevölkerung in Schleswig-Holstein weiter zu steigern. Nach Angaben der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut seien nur 35 Prozent der Risikogruppe der über 60-Jährigen gegen Influenza geimpft.
Aline Seifert, Vorsitzende der Geschäftsführung bei Alliance Healthcare Deutschland (AHD) und Mitglied der Geschäftsführung bei GEHE, sagt: „Wir freuen uns über die gemeinsame Vereinbarung zum Modellprojekt mit der AOK NORDWEST. Es unterstreicht die Rolle des Gemeinschaftsunternehmens von AHD und GEHE als starkem Partner der Vor-Ort-Apotheken.“ „Mit unserem gemeinsamen Modellprojekt nutzen wir konsequent den Gestaltungsspielraum, den uns der Gesetzgeber gegeben hat, und verbessern damit gleichzeitig die medizinische Versorgung unserer Versicherten“, so AOK-Chef Ackermann.


Mit den ersten Impfungen ist im Laufe des Jahres zu rechnen. Die logistischen Vorbereitungen laufen bereits jetzt an. Dazu gehören die Beitrittserklärungen der Apotheken und die Qualifizierung der Apothekerinnen und Apotheker. „GEHE bietet hierfür über die eigene
AKADEMIE ein entsprechendes Schulungsangebot an. Die ersten Termine für Theorie und Praxis werden, abhängig von den Entwicklungen der Corona-Pandemie, schnellstmöglich im Frühsommer stattfinden“, erläutert Seifert. „Das Projekt bietet einen echten Mehrwert für Patienten: Ausgestattet mit der nötigen Kompetenz sind die Apotheken vor Ort neben den Arztpraxen eine patientennahe und qualitätsgesicherte Anlaufstelle für viele Menschen, um sich gegen Grippe impfen zu lassen.“


Grippeschutzimpfungen auch in Apotheken durchzuführen, macht das zum 1. März 2020 in Kraft getretene Masernschutzgesetz möglich. Das Modellvorhaben läuft über einen Zeit-raum von drei vollständigen Grippesaisons und wird nach allgemein anerkannten wissen-schaftlichen Standards begleitet und ausgewertet.