EORTC

Die Europäische Organisation für Krebsforschung und -behandlung

Zahlen - Daten - Fakten:

  • Die Abkürzung EORTC steht für "European Organisation for Research and Treatment of Cancer" (Europäische Organisation für Krebsforschung und -behandlung). Als größte europäische Organisation für klinische Forschung bei Krebserkrankungen genießt die EORTC weltweit einen ausgezeichneten Ruf.
  •   Ihr Ziel ist es, die Standards in der Krebsbehandlung kontinuierlich zu verbessern. Als Vorreiter fördert die Organisation Forschungsarbeiten und die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene.
  •   Die EORTC wurde 1962 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Brüssel. Ihren 50. Geburtstag wird die Organisation 2012 feiern.
  •   Das Netzwerk der EORTC umfasst mehr als 300 Krankenhäuser und Gesundheitszentren in mehr über 30 Ländern. Die Datenbank der Organisation erfasst etwa 180.000 Patienten. Bei der EORTC sind rund 2.500 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.
  •   Ihre Königliche Hoheit, Prinzessin Astrid von Belgien, ist Ehrenpräsidentin der Stiftung. Sie stattete Alliance Boots letztes Jahr am Standort Nottingham einen Besuch ab.
  •   Eine von der EORTC eingerichtete Biobank zur Lagerung und Verwaltung von Gewebeproben ist direkt mit einer elektronischen Patientendatenbank verbunden. Für die Zukunft plant die EORTC den Aufbau der ersten europäischen Biobank, die Studien zu weiteren Therapieoptionen bei Tumorerkrankungen ermöglichen soll. Dies ist bis heute eine einzigartige wissenschaftliche Initiative auf europäischer Ebene, bei der die Analyse des menschlichen Erbguts eine wesentliche Rolle spielt.
  •   Diese und weitere Forschungsarbeiten machen es möglich, dass die EORTC einen ganzheitlichen Ansatz bei der Entwicklung und Bewertung von Medikamenten und medizinischen Praktiken bieten kann.
  •   Einige der EORTC-Studien werden in Zusammenarbeit mit weiteren Instituten für klinische Krebsforschung in Europa und anderen Kontinenten durchgeführt.
  •   Bereits seit mehr als 30 Jahre organisiert die EORTC in Zusammenarbeit mit dem National Cancer Institute (NCI), einem führenden Krebsforschungszentrum in den USA, Behandlungsstudien.
  •   Zur Unterstützung der Krebsforschung und zur Verbesserung der Möglichkeiten für Krebspatienten arbeitet die EORTC in England, Schottland, Wales und Nordirland mit dem National Cancer Research Institute (NCRI 1) und dem National Cancer Research Network (NCRN 2) zusammen. Das NCRI verfügt über 22 Mitgliedsorganisationen, dazu zählen u. a. "Macmillan Cancer Support" und "Prostate Cancer Charity", eine Organisation, die Unterstützung und Information für Prostatakrebspatienten und Angehörige bietet.
  •   Im Jahr 2010 wurden insgesamt 23 institutsübergreifende klinische Studien durchgeführt, 14 von ihnen von der EORTC-Hauptverwaltung koordiniert.
  •   Jüngster Erfolg der "Brain Tumor Group" (beschäftigt sich mit der Entstehung und Behandlung von Hirntumoren) ist eine bedeutende Studie, die im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht wurde und die zu weltweiter Übernahme ihres Behandlungsschemas als neuem Behandlungsstandard führte.
  •   Zurzeit führt die EORTC eine Studie zur Lebensqualität bei Lungenkrebs-erkrankungen durch. Lungenkrebs macht heute weltweit 18,2 % aller durch Krebs verursachten Sterbefälle aus.
  •   Die EORTC hat die "Chrildren's Leukaemia Group" ins Leben gerufen (beschäftigt sich mit Blutkrebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen). Obwohl die Überlebensraten in den letzten 30 Jahren deutlich gestiegen sind, gibt es in diesem Bereich noch sehr viel zu tun.
  •   Diese Institution wird durch verschiedene Quellen gefördert – u. a. auch durch die EORTC Stiftung.


(1)     „NCRI" – Institut für Krebsforschung im Vereinigten Königreich (UK). Eine Kooperation von Staat, Wohlfahrtsverbänden und Industrie, die mit der strategischen Planung, Koordination und Initiierung von Forschungsprojekten betraut ist.
(2)     „NCRN" – Krebsforschungs-Netzwerk im Vereinigten Königreich (UK): staatliches Förderungsprogramm, welches Infrastrukturen für das NHS – National Health Service (staatliches Gesundheitssystem in Großbritannien) bereitstellt und Fördermittel zur Finanzierung klinischer Forschung aufbringt.